Kommentierte Heilpraktikerprüfungsfragen

Hier finden Sie künftig jeden 2. Mittwoch im Monat eine Original-Prüfungsfrage der letzten Heilpraktikerprüfungen mit ausführlichem Kommentar!

Mai 2012

Die Therapie des Heilpraktikers im akuten Gichtanfall ist (neben weiteren Maßnahmen):

1. Ruhigstellung des betroffenen Gelenks

2. kühlende Umschläge

3. Colchicingabe

 

Welche Aussagen sind richtig?

A). 1. und 2.

B). 2. und 3.

C). 1. und 3. 

D). Alle Aussagen sind richtig

 

Lösung A ist richtig

 

Zu 1 + 2: Die Ruhigstellung des betroffenen Gelenks sowie die kühlenden Umschläge gehören zur physikalischen Therapie, dei schmerzlindernd wirkt. Weiter ist durch Ausleitungsverfahren, Blutegeltherapie im Gichtanfall und Heilfasten Linderung zu erwarten.

 

Zu 3. In der Dauertherapie werden Urikostatika und/oder Urikosurika und diätetische Maßnahmen eingesetzt. Colchizin ist ein Phagozytosehemmstoff für Leukozyten und rezeptpflichtig, fällt somit in die Therapiemöglichkeit des Arztes. 

April 2012

Welche durchschnittliche Atemfrequenz hat ein gesunder Erwachsener in Ruhe?

 

A). 15-20 Atemzüge pro Minute

B). 20-25 Atemzüge pro Minute

 

Welche Aussage ist richtig?

 

Antwort: Die Atemfrequenz ist die Anzahl der Atemzüge pro Minute in Ruhe. Sie ist vom Lebensalter abhängig und beträgt beim Neigeborenen ca. 50/Minute, beim 6 Monate alten Säugling ca. 40/ Minute, beim 1jährigen Kind ca. 35/Minute, beim 6jährigen Kind ca. 25/Minute und beim Erwachsenen ca 15-20/Minute. Das Verhältnis von Pulszahl zu Atmung beträgt vom dritten Lebensjahr an ca. 4:1.

Somit ist Antwort A richtig!

März 2012

Als atypische Pneumonie bezeichnet man alle nicht-bakteriellen infektiösen Pneumonien.

 

A). Diese Behauptung ist richtig.

B). Diese Behauptung ist falsch.

 

 

 

Lösung:

Die atypische Pneumonie ist eine Form der Pneumonie, die sich von der typischen Symptomatik einer bakterielllen Pneumonie unterscheidet. Atypisch verlaufen Pneumonien, die z.B. durch Mykoplasmen, Chlamydien, Legionellen und Viren hervorgerufen werden.

 

Antwort A ist richtig.

Februar 2012

Wie stillen Sie eine Blutung?

 

A). durch einen Druckverband und Hochlagern der Extremität

B). durch Abbinden der Extremität und Tieflagern der Extremität

 

Welche Aussage ist richtig?

 

 

 

Zu A).

Ein Druckverband hilft durch Druck die verletzte Stelle von außen zu verschließen. Das Hochlagern der Extremität vermindert den hydrostatischen Druck im Inneren des Gefäßes.

 

Zu B). Das Tieflagern würde einen zusätzlichen orthostatischen Druck ausüben und das Abbinden der Extremität die arterielle Versorgung unmöglich machen.

 

Lösung A ist richtig.

Januar 2012

Bei der Hypertonie...

 

1. handelt es sich in den meisten Fällen um die Folge nephrogener Ursachen.

2. kann es zu Ohrensausen kommen.

3. ist in den meisten Fällen die Genese unklar.

4. tritt gelegentlich Nasenbluten auf.

5. ist eine erfolgsversprechende Therapie nicht möglich.

 

Welche Aussage(n) ist/sind richtig?

 

A). 1.,2. und 3.

B). nur 3.

C). nur 5.

D). 2.,3. und 4.

E). Alle Aussagen sind richtig.

 

 

 

Lösung:

 

1. Renal und kardiovaskulär bedingte sekundäre Hypertonien machen weit unter 10% aller Hypertonien aus; ca. 1% ist endokron bedingt.

 

2. Durch die Druckerhöhung in den intrakranialen Gefäßen kann es zu Schwindelattacken und Ohrensausen kommen.

 

3. In über 90% der Fälle ist die Genese der Hypertonie unerkannt (primäre oder essentielle Hypertonie).

 

4. Bei schwerer Hypertonie (z.B. bei Hochdruckkrisen) können Gefäße in der Nase platzen und zu Nasenbluten führen.

 

5. Die medikamentöse Therapie der Hypertonie umfaßt verschiedene Wirkstoffgruppen, z.B. Beta-Blocker, ACE_Hemmer und Kalziumantagonisten, die den Blutdurck senken. Außerdem sind auf Vermeidung von Risikofaktoren (z.B. Rauchen) ausreichende körperliche Bewegung und auch auf eingeschränkten Salzkonsum zu achten.

 

Lösung 2.,3. und 4 sind richtig, somit stimmt Lösung D

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